Donnerstag, 28. Juli 2016

Sommerpause

Eine kleine Pause hab ich eingelegt. Einerseits, weil es tatsächlich keine spektakulären Neuigkeiten gibt, seliger Gartenfrieden und eine Kräuterschwemme. Andererseits arbeitsbedingt: wuchert der Garten brav vor sich hin, rufen die Bücher umso lauter.

Ein kleines Update zum GARTENSTATUS, bevor ich - tatsächlich - ein paar Tage Urlaub mache:
- Beigeistert bin ich von meiner Anti-Schädlings-Task-Force: Marienkäfer, Schwebfliegen und deren Nachwuchs machen sehr zuverlässig jeder aufkommenden Blattlauskolonie ein Ende und die Spinnen besorgen den Rest. Höchst selten, dass ich da mal eingreifen muss, meistens reicht abwarten. Einzig der Kohlweissling hat mich auf Trab gehalten: erst wollte er dem armen Kohlrabi ans Leder, nachdem der nun unterm Netz wächst, attackiert er meine kleinen Radieschen. Und am Rucola hat er's auch schon versucht. Da half zeitweise nur tägliches Raupen einsammeln.

- Die schwarze Bio-Bohne hat "geliefert". Diese Woche wurde geerntet und so hat sich der einstmals kleine schwarze Bohnenkern ver40facht. Nicht lachen, es war doch nur eine einzige Pflanze... Die nachgesäten Buschbohnen wachsen tapfer, sogar neben den beiden Zwiebeln.

I Borlotti

Kräuter- und Salatbeet


- Von Basilikum und Estragon muss ich den Garten regelmäßig "freischneiden", so schnell wachsen sie. Zum zweiten Mal wanderte die Basilikumschwemme jetzt in ein Pesto (dessen simples Rezept ich eigentlich mal posten sollte...)

- Ich hab schon nicht mehr daran geglaubt, aber der Lavendel setzt Blüten an!

Außerdem mache ich noch immer tolle Makrofotos von der Gartenwelt.
Basilikumblüte

In meinem Gärtnerhirn denke ich schon manchmal ans nächste Jahr. Es gab ja mal den Traum, ein kleines Stück Land zu pachten und einen richtigen Küchengarten anzulegen. Aber inzwischen muss ich zweifeln, ob die hehre Wissenschaft und die holde Kunst mich in ausreichendem Maße freigeben würden, damit ich mein Gärtchen bewirtschaften kann. Wahrscheinlich wird es noch mindestens eine weitere Balkongemüse-Saison geben. Aber natürlich noch ausgefuchster und erfolgreicher...

Sonntag, 3. Juli 2016

Knipsen statt graben

Zu buddeln gibt es ja gerade eher wenig. Mein täglicher Gang durch den Garten besteht im Gießen, Kontrollieren, hie und da Zupfen und natürlich Ernten.

Gestern habe ich dennoch mal wieder gesät: Nach langem Überlegen will ich doch nochmal Buschbohnen versuchen, zu den Möhren, denn da ist nun so viel Platz, den kann ich nicht ungenutzt lassen. Und ein paar Kräuter hab ich nachgesät.
Die versehentlich im Zierkasten gewachsene Kamille hatte kurzerhand zwei Lobelien den Garaus gemacht, deshalb musste sie jetzt gehen. An die Stelle zog eine Japanische Scheinmyrthe. Klingt nach Schickimicki-Zen und eigentlich bin ich kein Freund von exotischen Pflanzen, aber sie sieht hübsch aus und soll angeblich bis zum Frost blühen. Davor, als Lückenfüller, versuche ich es nochmal mit Kapuzinerkresse.

Sonst genieße und staune ich vor allem über die vielen kleinen Wunderlichkeiten in meinem hortus deliciarum und habe mich aufs Fotographieren verlegt. Je kleiner das Motiv, desto besser. Mit Begeisterung dokumentiere ich die Blüten- und Tierwelt in meinem Kleinstgarten. Dabei entstehen manchmal ungewöhnliche Perspektiven und Einblicke, die ich auf der neuen Seite (oben rechts: Gartenwunder :-) teile.