Sonntag, 7. August 2016

Vorboten der Nachsaison

Ich hab's tatsächlich getan: ich hab ein "Beet" aufgelöst. Die Heilpflanzen waren nun doch so verblüht, dass sie wirklich nicht mehr ansehnlich waren. Sie haben ihren Dienst getan und jede Menge Nützlinge angelockt, die mir den Garten fein aufräumen. Aber nun war es Zeit für den Kompst.

Sonstiger GARTENSTATUS:
Da mir winzige Räupchen meinen kleinen Salatpott ruiniert haben, hab ich kurzerhand Blattgemüse zu den Bohnen gesät - das Substrat in dem kleinen Pott muss jetzt erst mal durchtrocknen, dann versuche ich es nochmal mit Salat Ende August. Auch der Salat im Salatbeet sieht langsam bedenklich aus. Naja, es kann ja nicht für ewig so weitergehen... Dafür zeigen sich die Möhrchen dazwischen und ragen mit den Rüben hervor. Die Gelben Beten werden langsam kugelig und viele Pflanzen blühen - wie der Oregano (rechts im Bild) - oder haben schon Samen gebildet, die nun vor sich hin reifen. Man merkt, dass der Zenit im Garten für die Hauptsaison überschritten ist. Wenn das Sommergemüse bald geerntet wird, muss man schon ans Herbst- und Wintergemüse denken.

Nachmittags kann ich nicht in meinem Garten sitzen, nein. Zum Einen ist es ziemlich heiß auf meinem Süd-Süd-Balkon, zum Anderen gehört der Garten in diesen Stunden eindeutig den Tieren, den Insekten und Vögeln, und wir würden uns gegenseitig nur stören. Durchs Fenster beobachtet sich ganz gut, wie die vielen Hummeln, Bienen, Schwebfliegen, Schlupfwespen, allerlei Käfer und Krabbler ihrer Wege gehen bzw. fliegen, Nektar sammeln, bestäuben, den Boden durchwühlen, Lästlinge vertreiben...
Am Abend wird es deutlich ruhiger, ab 19h liegt der Balkon schattiger und das Gewimmel hört auf, dann kann ich eine Weile draußen sitzen und mir das Tagwerk anschauen.
Dabei ist mir folgendes gestern aufgefallen:

 Bevor ich es reflexartig entfernt habe - wie ich es mit jedem Gelege des Kohlweißlings gemacht habe <knurr> - hab ich mich schlau gemacht, denn irgendwie kam mir dieses "Ei am Stiel"-Modell bekannt vor. Das hatte ich mal gelesen...
Und tatsächlich: Florfliegen! Damit wäre das Nützlingstrio perfekt in meinem kleinen Garten: Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen waren alle gar so angetan, dass sie ihre Kinderstuben bei mir eingerichtet haben. Jetzt bin ich mal gespannt auf die "Blattlauslöwen". Mittlerweile setze ich meine Nützlinge auch gezielt ein, bringe sie von einem Beet zum anderen. Gestern habe ich mit einer Schwebfliegenlarve einer sich ansiedelnden Blattlauskolonie an der Bete gleich den gar aus gemacht. Funktioniert perfekt.


Noch ein Bild von den baumelnden Salami-Bohnen. Wie italienische Edelsalami am Strauch... ein Männertraum ;-)