Donnerstag, 17. November 2016

Pantha rei - was kam, geht

Das Gartenjahr nähert sich dem Ende.
Schon seit ein, zwei Wochen sieht man meinem liebgewonnenen Gärtchen arg die Spuren der Vergänglichkeit an.  Daher war es Zeit, die Saison zu Ende zu bringen.
Wer draußen überwintern soll, wurde warm eingepackt. Ansonsten noch rasch Feldsalat und Spinat eingesät, auch wenn ich weiß, dass sie vor dem Winter nicht mehr groß werden...







Aber es ist an der Zeit, einmal zu resümmieren, was aus meinen knapp 4qm Balkon-Garten alles auf den Tisch kam:

- 2 Portionen Buschbohnen
- 2 Portionen Borlottibohnen
- 1 Portion schwarze Bohnen
- 2 Bund Radieschen
- ungezählte Portionen Salat (sicherlich ein Dutzend, zeitweise war ich hier Selbstversorger)
- geschätzt 1-1,5kg Möhren in verschiedenen Farben
hier die letzte Portion 'klassische':

- Gelbe Bete-Knollen
- 1 stolzer Kohlrabi

- 3 Lauchzwiebeln (Zwiebelgewächse waren aber generell eher der große Garten-Fail)
- Koriander-, Dill- und Leinsaat, jeweils etwa 1 Esslöffel (hätte mehr sein können, streckenweise war ich aber zu faul, die Körnchen aus den Hülsen zu popeln...)
- 13 verschiedene Kräuter, bei Estragon und Basilikum sogar eine regelrechte Schwemme, das Bohnenkraut entwickelte sich hingegen zur raumgreifenden Staude.
- Arzneipflanzen, die vor allem den Zweck erfüllten, Nützlinge in Scharen anzuziehen (und zusammen mit dem Lavendel und der Kapuzinerkresse hübsch auszusehen)

Mit Schädlingen hatte ich nur wenig Probleme, manchmal haben mir ein paar Läuse die Kräuter besiedelt und anfangs nagte der Kohlweissling am Kohlrabi. Zur echten Nervensäge entwickelten sich aber nur die Zwerzikaden, die an den Blättern saugten und sie im schlimmsten Falle echt unansehnlich machten.

Alles in allem war es erfolgreich, für ein erstes seriöses Balkongartenjahr. Und es war ein Erlebnis.
Natürlich gibt es schon Pläne für das nächste Jahr. Vor allem soll es mehr werden durch ökologisch durchdachtere Gartenstrategien. Ich kenne ja jetzt meine Pappenheimer. Nächstes Jahr möchte ich mehr in die Höhe mit den Bohnen und wieder Fruchtgemüse, Tomaten, Paprika. Weniger Möhren - die brauchen einfach viel Platz, dafür mehr Salat, denn der lohnt sich sowohl der Menge nach wie auch geschmacklich wirklih aus dem eigenen Anbau.
Aber jetzt ist erst mal Pause angesagt.
Vielen Dank, kleiner Garten, du warst mir ein Vergnügen, aber vor allem ein Hort des Friedens in meinem sonst so unsteten und hektischen Dasein.