Samstag, 17. Juni 2017

Another day in paradise

Irgendwie genieße ich ja auch die Wildheit des Gartens; er hat etwas verwunschenes und man entdeckt immer wieder lauschige Plätzchen und Ecken mit kleinen Gartenwundern. Für einen abgezirkelten und cleanen Garten taugt dieses Kleinod darum gar nicht.

Trotzdem haben wir (ja, heute half der Mitbewohner...) mal eine Ecke des Gartens in Ordnung gebracht: von der mokeligen Unrat-Ecke zum aufgeräumten Kompost-Platz:

 Aus der Ecke musste ein bisschen Müll und vor allem der grauslige moderige Kunstrasen raus. Darunter kam makellose, aber mausetote Erde hervor. Um dem Kompost ein bisschen schneller Leben einzuhauchen, haben wir daher eine Kuhle ausgehoben und mit lebendiger Erde aus der Wildnis des Gartens aufgefüllt, Komposter drauf, Kies drumherum, fertig ist der schicke Kompost-Platz. Und ein, zwei Stunden Sonne am Tag hat er auch. Wühlmäuse werden von unten sicher nicht in den Kompostgraben, denn in dieser Ecke gibt es nur etwa 15cm Erde, darunter eine Schicht Sand und dann direkt dicke Steinbrocken. Hat mich auch gewundert; ich frage mich sowieso, woraus das Fundament meines Garten eigentlich besteht?
Mein Mitbewohner hat dann - ganz der Mann - unbedingt noch ein paar Trittplatten verlegt, die im Laufe der Wochen aus den Beeten geborgen wurden.
Mit einem Gemisch aus Grün und Braun habe ich den Komposter dann auch gleich befüllt. Dann wollen wir mal sehen... :-)





Beim weiteren Auf- und Ausräumen der Laube kam dann eine alte Axt zum Vorschein. Sie hat ja was gruseliges, wie sie so da liegt...

Ansonsten habe ich weiter gerodet, halbiert und ausgedünnt. Eigentlich ist es ja egal, wo man sich bückt und zupft. Unkraut gibt es auf jedem Quadratzentimeter. Und Blumenzwiebeln... Der Mitbewohner wollte dann unbedingt noch den Weg von Unkraut befreien - und hat dabei auch die in den Fugen wuchernden Kornblumen umgemetzelt :-( manchmal verfluche ich seinen Ordnungssinn, man hätte die doch nach der Blüte ausrupfen können.

Und zum Schluss, wie immer, hab ich mich nochmal der Schönheit der Wildnis hingegeben:
An den panaschierten Rosen kann ich mich gar nicht satt sehen.

Es ist wirklich ein seltsamer Glücksfall, dass ich ein Gärtchen in dieser Lage, direkt mit Blick auf die mächtige Schlossanlage ergattern konnte :-)


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